Dropbox Alternative Teil 1 – TeamDrive mit Killer-Feature

Ich habe zwar hier in einem Artikel über Gründe geschrieben um bei Dropbox zu bleiben, dennoch bin ich immer offen für Alternativen. Nach diesen habe ich mich auch mal umgesehen. Ich werde in mehreren Artikeln über verschiedene Alternativen schreiben. Ich denke mal es ist auch für andere Dropbox Benutzer, oder diese die sich bei Dropbox nicht mehr so sicher aufgehoben fühlen, interessant mal zu vergleichen was es sonst noch so auf dem Markt für Möglichkeiten gibt.

TeamDrive ist ein Deutsches unternehmen und von den Dropbox Mitbewerbern noch einer der kleineren. Wenn man sich aber die Referenz Kunden anschaut dann sind das keine Unbekannten. Unter ihnen sind Kunden wie Airbus, Haupt Pharma, Deutsches Rotes Kreuz, Hochtief usw.

Hier erst mal ein kleines Video zu TeamDrive

 

Synchronisation

TeamDrive ist genau wie alle anderen ein Cloud Service zum Backup und Synchronisieren  von Dateien im und über das Internet.

TeamDrive (ab hier von mir nur noch TD genannt) synchronisiert Daten genau wie Dropbox auch über einen Server während alle Daten trotzdem noch Lokal offline vorbehalten werden. Wenn also mal keine Internetverbindung verfügbar ist kann man trotzdem mit seinen Daten weiterarbeiten. Besteht wieder eine Internetverbindung werden alle geänderten Dateien synchronisiert.

Zusätzlich bietet TD die Möglichkeit nur ein Inhaltsverzeichnis der Ordner (Meta Daten) zu übertragen. Das macht sinn wenn man gerade keine Schnelle Internetleitung oder nicht so viel Platz auf der Festplatte hat. Die Daten enthalten: Dateiname, Zeitpunkt der letzten Änderung, Version, Autor und Kommentare. Jetzt kann man selber entscheiden welche Daten man benötig und diese dann laden.

Zusammenarbeit

TD ist auf Team Arbeit ausgelegt, und somit können bei TD beliebig viele Arbeitsgruppen erstellt und beigetreten werden. Gruppenmitglieder werden einfach über eine Email eingeladen. Jeder zu synchronisierender Ordner bildet dabei eine Arbeitsgruppe ab die bei TD Spaces genannt werden.

Den einzelnen Gruppenmitglieder können verschiedene Rechte zugewiesen werden wie z.B Download only, Read/write, Superuser etc.

Mit der Versionsverwaltung bei TD ist es möglich auf ältere Versionen von Dokumenten zuzugreifen und alle Änderungen von Gruppenmitgliedern nachzuverfolgen.

Zu den einzelnen Versionen können durch die Gruppenmitglieder auch Kommentare erstellt werden die eine Konfliktbehebung vereinfacht.

TD bietet auch ein Konfliktmanagement an das bei gleichzeitiger Bearbeitung von Daten durch Gruppenmitglieder entstehen können.

Einzelne Dateien können auch mit einem direkten Download Link an Personen verschickt werden die kein TD benutzen. Dieses Feature gibt es aber leider nur bei der teuren Professional Version.

Sicherheit

Der Vorteil bei TD gegenüber von Dropbox z.B ist das die Verschlüsselung mit dem Client auf dem Rechner des Kunden passiert. Der Schlüssel selber liegt auch beim Kunden und nicht wie bei Dropbox auf den Servern. Die Übertragung wird mit einer AES-256bit Verschlüsselung übernommen. Dafür hat TD das Datenschutzsiegel es Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) bekommen.

Backup

Von allen Daten wird automatisch eine verschlüsselte Sicherheitskopie auf einem TD-Server gespeichert. Außerdem hat man noch die Sicherheit über die Versionierung der Daten sowie einen Papierkorb der die gelöschten Daten noch vorhält.

Das Killer-Feature

Das Killer-Feature bei TD ist ganz klar die freie Serverwahl. Was heißt das? Ich kann entweder Speicher bei TD nutzen, oder ich verwende einen eigenen Server.

Den eigenen Server kann man entweder auf einem Rechner Installieren (Windows, Mac, Linux) oder sogar auf Intel Atom basierten NAS Speicher Systemen. Server die eine WebDAV Verbindung zulassen können auch benutzt werden. Ich habe mich mal für die WebDAV Variante entschieden und getestet und dafür auf meiner QNAP NAS Kiste eine WebDAV Freigabe erstellt. Mit dem Client auf dem Rechner wird dann ein Server Zugangsschlüssel erstellt mit dem man dann auf die WebDAV Freigabe zugreifen kann. In meinem Test funktionierte das wunderbar. Obwohl man so an die Upload-Geschwindigkeit des eigenen Internet-Providers gebunden ist, hat man aber die volle Kontrolle über die eigenen Daten.

Was mir gefällt und was nicht

pro:

  • Jeder Ordner kann freigegeben werden (bei Dropbox nur mit MacDropAny und symbolischen Link möglich)
  • Versionierung der Daten
  • ganz klar die Verwendung der eigenen Server
  • Verschlüsselung direkt mit dem Client auf dem Rechner
  • Schlüssel liegt beim einem Selber
  • Für Windows, Mac, Linux
  • kostenlose version mit 2GB Verwaltungsvolumen durch Einladungen erweiterbar

contra:

  • langsame Synchronisation (dauerte teilweise 2 bis 3 min, könnte aber auch an meinem NAS gelegen haben)
  • bei der Free Version hat man auch bei der Benutzung der eigenen Server eine Verwaltungsgrenze von 2GB. Sind diese erreicht muss jeder upload mit dem Client einzeln bestätigt werden.
  • Freigabe über download link nur in der teuren Professional Fassung verfügbar
  • Webzugriff auf die Daten nur wenn der Speicher von TeamDriver selber benutzt wird
  • Keine Androide, iOS oder BlackBerry App (sind aber in Vorbereitung)
TeamDrive bietet auch einen kostenfreien Account mit 2GB an der durch Einladungen erweitert werden kann.
        
10 Antworten
  1. Bill
    Bill says:

    Meine Cloud-Strategie sieht mittlerweile folgendermaßen aus:

    Wuala:
    Die Business-Speichergruppe mit 100GB wird als Fileserver-Ersatz genutzt. Da bei mir im Team (3 Personen) keine parallele Bearbeitung erfolgt, kann über die kleineren Schwächen hinweg gesehen werden.

    + beliebige Ordner für den Sync wählbar
    + Verschlüsselung vor dem Upload
    + Team-Funktion günstiger als bei Dropbox
    + lesender Webzugriff nur möglich, wenn man vorher über den Client freigibt
    + Server in Schweiz/EU
    + lädt nur die geänderten Teile einer Datei hoch (DeltaSync)
    – iOS App noch stark verbesserungsfähig (kein mobiler Zugriff auf die Business-Gruppe, beim Download werden die Dateien in Zahlenreihen umbenannt, nur Listenansicht – stört bei Bilderordnern)
    – kein Webzugriff wie bei Dropbox möglich (brauchen wir da auch nicht)

    (Hier wäre nur TeamDrive noch eine Alternative…)

    Dropbox:
    Der Client ist deutlich einfacher für den typischen DAU. Einmal eingerichtet wird einfach alles im Ordner synchronisiert. Dadurch ist man aber auf den Dropbox-Ordner auch explizit angewiesen und muss evtl. umstrukturieren, wenn man nicht frickeln will. Der Dienst kommt bei mir (kostenfrei auf 10GB erweitert) im privaten Bereich i.V.m. Boycryptor zum Einsatz, welcher auch einen Zugriff auf verschlüsselte Daten mit dem iPhone zulässt, so hole ich mir auch die aktuelle Version meiner KeePass-Datenbank. Gespeichert werden hauptsächlich persönlich wichtigen Dateien, also viele Dokumente (Office, PDF, Scans, …) und wenn mal eben für Bekannte etwas bereitgestellt werden muss in einen Ordner ohne Verschlüsselung mit Webzugriff.

    + schlanker und schneller Client
    + super einfach, keinerlei Konfiguration
    + mit Boxcryptor Einzelverschlüsselung inkl. iPhone Zugriff
    + sehr gute iOS App
    + lädt nur die geänderten Teile einer Datei hoch (DeltaSync)
    – standardmäßig keine sichere Verschlüsselung (Dropbox könnte alles lesen)
    – Amazon S3 Server (US)

    Alternativ geht auch eine Verschlüsselung mit kostenlosen Truecrypt-Containern, dann gibt es aber keine mobile Zugriffsmöglichkeit über iOS!

    Windows Live Skydrive + Mesh:
    25 GB Speicher + 5 GB Sync-Speicher über Mesh. Letzteres integriert sich absolut genial in Windows ein und kann darüber hinaus auch für einen LAN-Sync beliebiger Größe genutzt werden, um z.B. Fotoalben/Musiksammlungen über mehrere PCs abzugleichen – ohne Internet.

    Da der Skydrive-Speicher bei der Einbindung als Netzlaufwerk noch Probleme macht und mir noch keine sinnvolle Verschlüsselugsmethode bekannt ist, habe ich die Dropbox damit noch nicht ablösen können.

    + 25 GB Speicher mit sehr guter Fotogalerie-Funktion und snapfish-Anbindung
    + OfficeWebApps (wer es braucht…)
    + 5 GB Syncspeicher (leider nicht erweiterbar)
    + iOS App auf dem richtigen Weg und nahe an Dropbox
    – Mesh nur für Windows (und die mobilen OS eben)

    DeltaSync ist hierbei unbekannt und wäre auch wenn überhaupt nur bei den 5GB Mesh-Speicher möglich, da das Skydrive leider bislang eine reine Browseranbindung hat (Gladinet und SDExplorer sind Frickelei und gehen nur bis MS wieder etwas ändert). Da Boxcryptor noch kein Skydrive voll unterstützt und durch die Dateigrößenbegrenzung auch keine Truecrypt-Container sinnvoll zum Einsatz kommen können, ist dieses Thema leider für mich noch nicht ganz klar. Ansonsten würde ich die Dropbox gerne ablösen und Skydrive als Datenspeicher mit Netzlaufwerkeinbindung für die Datenlagerung und Mesh für den Sync meiner Computer (inkl. Outlook Einstellungen!!! :)) nutzen.

    Aber solange laufen bei mir noch drei Cloud-Dienste parallel.

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Dropbox Alternative Teil 1 – TeamDrive mit Killer-Feature […]

  2. […] Im zweiten Teil der Dropbox Alternativen beschäftige ich mich heute mit einem Produkt von TrendMicro namens SafeSync für Privatanwender.  Den ersten Teil mit dem Artikel über TeamDrive findet ihr hier. […]

  3. Dropbox Alternative Teil 1 – TeamDrive mit Killer-Feature | alexanderwilde.com http://t.co/q0tsVwb

  4. Simon Gude sagt:

    Dropbox Alternative Teil 1 – TeamDrive mit Killer-Feature | alexanderwilde.com: http://bit.ly/nWhJPq

  5. Das sieht ja mal nach einer guten Dropbox-Alternative aus: #TeamDrive http://bit.ly/o1X5qn Fehlen nur noch die Mobile-Clients

  6. jensHH sagt:

    Dropbox Alternative – TeamDrive mit Killer-Feature http://t.co/xpqRSXR

  7. Alexander sagt:

    Neuer Blogpost alexanderwilde.com: Dropbox Alternative Teil 1 – TeamDrive mit Killer-Feature http://bit.ly/qttxon

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