Wie funktioniert Amazons Silk Browser

Ab dem 15. November ist der neue Kindle Fire von Amazon in den USA verfügbar. Auf dem Android basierenden Kindle Fire ist Amazons neuer Browser „Silk“ im Einsatz. Silk basiert in erster Linie zwar auf der Webkit Rendering- und auf einer Javascript-Engine, dennoch unterscheidet sich der Browser von anderen in dem er seine Aufgaben geteilt verrichtet. Ein Teil läuft auf dem Client, sprich auf dem Kindle Fire, und der andere auf Amazons EC2 Servern.

Silk und die Cloud mit EC2

Webseiten werden immer komplexer, und dadurch werden die Ladezeiten auf Mobilen Endgeräten immer länger da diese nicht über genügend Rechenleistung verfügen.  Amazon will mit dem geteilten Browser enorm an Geschwindigkeit in Sachen Ladezeiten zulegen, indem  Silk einen Teil der Rechenleistung auf die EC2 Server von Amazon auslagert.

Silk kann je nach Inhalt entscheiden ob die Seite auf dem Client oder auf dem Server gerendert werden soll. Da viele Server beim Abfragen von Informationen der Seiten zum Einsatz kommen, kann Amazon quasi alle Teile der Seite parallel laden und dann gebündelt zum Client weiterreichen.

Optimierung von Inhalten

Optimierung spielt bei Silk auch eine große Rolle. Man kennt das Prinzip beim Blackberry, wo der Server Bilder und Dokumente komprimiert an den Blackberry sendet, damit das Datenvolumen klein gehalten werden kann. So ähnlich ist das auch bei Silk. Auf dem Server wird ein Bild, welches z.B. 3MB groß ist auf vielleicht 50KB reduziert, da es bei der Display Auflösung vollkommen ausreichend ist. HTML, CSS und Javascript werden genauso, falls nicht schon vorhanden, auf passende Formate reduziert.  Weitere Optimierungen sind z.B. ein Cache in dem sich selten verändernde Inhalte, wie z.B. Logos etc, vorgehalten werden, sowie das Predictive Rendering. Beim Predictive Rendering lernt Silk das Surf-Verhalten von Usern und läd Seiten im Voraus. Ein Beispiel hierfür gibt Amazon mit der New York Times. User die auf die New York Times gehen, schauen sich danach meistens auch die New York Times Business Seite an. Silk fängt also beim Laden der New York Times automatisch an auf den Servern im Hintergrund die New York Times Business Seite zu Laden. Die Seite steht dann umgehend dem User zur Verfügung falls er diese besuchen möchte.

Bedenken und Datenschutz

Gerade mit der „Cloud“ haben noch viele Berührungsängste ihre Daten aus der eigenen Hand zu geben. Bei Silk ist das auch nicht anders. Auch hier wird der einer oder andere Angst haben was passiert wenn sein Surf-Verhalten komplett über die Server von Amazon laufen. Amazon versichert aber das keine nutzspezifischen Daten gespeichert werden und das HTTPS Verbindungen grundsätzlich nicht über Amazons Server laufen.

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