Wie funktioniert Apple’s neues Fusion Drive

Wie funktioniert Apple's neues Fusion Drive

Quelle: apple.com

Gestern wurde auf der Keynote von Apple neben der neuen Hardware wie iPad mini, neuen Mac mini oder neuen iMac, auch eine „neue“ Technologie für die Speicherverwaltung vorgestellt. Fusion Drive heißt die neue Funktion die im neuen Mac mini und im neuen iMac genutzt werden kann.

Die Idee dahinter ist einfach. Bisher konnte der Benutzer nur wählen zwischen einer SSD für Performance und einer HDD für Kapazität. Apple bietet nun mit Fusion Drive das beste aus beiden Welten.

Mit Fusion Drive werden ein 128GB NAND Flash Speicher mit einer 1TB oder 3TB Festplatte vereint. OS X ab Mountain Lion präsentiert dem Benutzer nun die beiden Speicher als ein zusammenhängendes Speichermedium. So wird aus dem 128GB NAND und z.B der 1TB Festplatte eine 1,1TB große „Festplatte“.

Jetzt könnte man meinen „halt Moment, sowas gibt es doch schon und nennt man Hybrid-Festplatte“. Nein das stimmt nicht ganz. Bei einer Hybrid-Festplatte dient ein 8GB Flasch Speicher auf der Platte als Cache und soll oft genutzte Daten vorhalten um die Zugriffe auf die Festplatte zu reduzieren.

Bei der Fusion Drive Technologie von Apple wird ein 128GB NAND Speicher im PCB Formfaktor (gleicher Riegel wie im MacBook Air oder Retina) und eine normale 1TB oder 3TB Festplatte verbaut.

Zu Beginn liegt das OS X sowie alle vorinstallierten Programme auf dem 128GB NAND Speicherbereich, Daten wie Bilder, Musik, Dokumente etc liegen dann auf der 1TB Festplatte.

Schreibt man nun Daten auf das Fusion Drive, benutzt OS X einen 4GB großen Bereich auf dem 128GB NAND Speicher als Cache. Alle Schreibzugriffe gelangen zuerst in den 4GB Buffer der somit als Write Chache arbeitet. Jeder weitere Schreibzugriff lässt den Cache überlaufen und wird direkt auf die Festplatte geschrieben. Mit dem 4GB großen Write Cache sollen normale random writes abgefangen werden und somit ein Geschwindigkeitszuwachs erzielt werden.

Die andere Funktion von Fusion Drive ist dann zu ermitteln welche Daten oder Programme häufiger benutzt werden als andere, und diese dann auf den NAND Flash Speicher zu verschieben. Weniger genutzte Daten werden dafür auf die Festplatte verschoben. Während des Umschaufeln’s der Daten auf das andere Speichermedium, werden die Original Daten auf dem anderen Speichermedium erst dann gelöscht wenn die Daten vollständig kopiert wurden. Somit ist gewährleistet das z.B bei einem Stromverlust die Daten nicht verloren gehen.

Die Idee hinter Fusion Drive ist nicht schlecht. Für den normalen Benutzer bringt dieses viele Vorteile mit sich, da er sich um nichts kümmern muss da OS X entscheidet welche Daten auf dem schnellen und welche auf dem langsamen Medium liegen. Die Poweruser unter uns denke ich haben lieber die volle Kontrolle welche Daten auf Flash und welche auf einer Festplatte liegen.

Wir werden sehen wie sich Fusion Drive macht wenn die ersten neuen Mac mit Fusion Drive auf Herz und Nieren getestet werden.

1 Antwort
  1. Gargoyle
    Gargoyle says:

    Daily Business im Großrechner/ Enterprise storage Metier. Bin gespannt, wie sich das im Heimanwendermarkt etablieren kann/wird. Danke für den Überblick 😉

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Kommentar verfassen